Publikationen (Auswahl)

Geisterstunde: Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift, 2014
Niemand weiß mehr, was Bildung bedeutet, aber alle fordern ihre Reform. Ein Markt hat sich etabliert, auf dem Bildungsforscher und -experten, Agenturen, Testinstitute, Lobbys und nicht zuletzt Bildungspolitiker ihr Unwesen treiben. Nach der "Theorie der Unbildung" nun also ihre Praxis: Das, was sich aktuell in Klassenzimmern und Hörsälen, in Seminarräumen und Redaktionsstuben, in der virtuellen Welt und in der realen Politik abzeichnet, unterzieht Konrad Paul Liessmann einer scharfen Kritik. Hinter der Polemik steht ein ernstes Anliegen: der Bildung und dem Wissen wieder eine Chance zu geben.

Pressestimmen
„Einen angenehm scharfen Blick hat Liessmann auch auf die ideologischen Untiefen der Debatte. Sei es, wenn es um die Instrumentalisierung von Pisa zur Konstruktion von vermeintlichen Bildungskatastrophen geht, die dann wiederum Reformbedarf erzwängen; sei, es wenn es um die Rhetorik der Diskussion geht, die Mittelmäßigkeit und Nonkonformität zum Stigma mache: „Wer sich dem „Bildungsdruck“ entzieht, gilt als „Bildungsverweigerer“ oder als „Risikoschüler“. Und wehe, jemand ist überhaupt nur mittelmäßig“; oder sei es, wenn er die unheilige Allianz ins Visier nimmt zwischen den „neoliberalen Apologeten des Wettbewerbs“ und den „menschenfreundlichen Illusionspädagogen“, die so tun, als sei jedes Kind von Haus aus hochbegabt und Bildung und Wissen nicht in Wahrheit etwas, das man sich in der Regel hart erarbeiten müsse.“ Jens-Christian Rabe in der Süddeutschen Zeitung

Details
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Paul Zsolnay Verlag; Auflage: 4 (29. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3552057005
ISBN-13: 978-3552057005

 

Lob der Grenze: Kritik der politischen Unterscheidungskraft, 2012
Ohne Grenzen gibt es kein Miteinander, ohne Differenz keine Erkenntnis: Wer als Mensch wissen will, wer er ist, muss wissen, von wem er sich unterscheidet. Und wer das Risiko sucht, muss wissen, wann er die Sicherheit verlässt. In seinem Buch spürt der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann den Grenzen und Unterscheidungen nach, ohne die weder der Einzelne noch eine Gesellschaft überlebensfähig wären. Immer geht es Liessmann dabei um den Menschen in seiner Zeit, um jene entscheidenden Fragen in Philosophie, Politik und Gesellschaft, die durch die herrschende Ideologie der grenzenlosen Grenzüberschreitungen erst gar nicht gestellt werden. Ein eloquentes Plädoyer für die Kraft der Unterschiede.

Pressestimmen
„Der Wiener Philosophieprofessor Konrad Paul Liessmann hat mit "Lob der Grenze" eine lesenwerte, lehrreiche und "elegante Provokation" geschrieben.“ Till Briegleb in der Süddeutschen Zeitung

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Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Paul Zsolnay Verlag; Auflage: 3 (27. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3552055835
ISBN-13: 978-3552055834

 

Theorie der Unbildung: Die Irrtümer der Wissensgesellschaft, 2008
Alle reden von der Wissensgesellschaft. Debatten um die mangelnde Qualität von Schulen und Studienbedingungen – PISA! –, um Spitzenforscher und potenzielle Nobelpreisträger haben heute die Titelseiten der Zeitungen erobert. Aber wie ist es tatsächlich bestellt um das Wissen? Meint die Wissensgesellschaft es wirklich ernst mit der Bildung? Konrad Paul Liessmann entlarvt vieles, was unter dem Titel Wissensgesellschaft propagiert wird, als rhetorische Geste. Eine fesselnde Streitschrift wider den Ungeist der Zeit.

Pressestimmen
„Liessmann veranschaulicht das an den propagierten internen Kontrollen und Evaluationen. "Gerade das Außergewöhnliche, Originelle, Kreative und Innovative, das angeblich in einer Wissensgesellschaft einen so großen Wert darstellt, wird heute durch herkömmliche Evaluationsverfahren prinzipiell ignoriert. Durch Evaluierungen ermittelte ‚Exzellenzprojekte' sind schon aus diesen Gründen höchstwahrscheinlich intellektuelles Mittelmaß." Das mag in Österreich so sein, aber nicht nördlich von Kiefersfelden! Positiv wird ein Votum des deutschen Wissenschaftsrates vom 30. Januar 2006 herangezogen, das davor warnt, die Kriterien der anwendungsorientierten Naturwissenschaften den Geisteswissenschaften zu oktroyieren.“ Heinz Dieter Kittsteiner in der FAZ

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Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (1. Dezember 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492252206
ISBN-13: 978-3492252201

 

Erzählen und Denken - im Dialog über Staat, Schönheit und Geld
Michael Köhlmeier und Konrad Paul Liessmann im Dialog über Staat, Schönheit und Geld beim Philosophicum Lech.

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Audio CD
Verlag: ORF
ISBN-10: 3902733209
ISBN-13: 978-3902733207

 

Denken und Leben I+II+III
Drei Folgen der Konrad Paul Liessmanns Ö1 Philosophie-Reihe „Denken und Leben“.

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Audio CD
Verlag: ORF
Bestell-Nr. ORF-Shop: 2005299

 

Denken und Leben IV
Nach sechs Jahren Pause hat sich Konrad Paul Liessmann entschlossen, den I-Punkt auf seine Ö1 Philosophie-Reihe „Denken und Leben" zu setzen. Schon seit Jahren wollte er seine überaus erfolgreiche CD-Reihe mit Porträts von Rebellen und Exzentrikern der Philosophiegeschichte ergänzen. „Sie stehen abseits oder dazwischen, sind schwer einzuordnen, manchmal fallen sie eher unangenehm auf, sie denken unsystematisch und respektlos, wenn sie überhaupt schreiben, bevorzugen sie einen literarischen oder essayistischen Stil, manche tauchen auf wie eine Sternschnuppe, die schnell verglüht, sie bilden keine Schulen und gelangen nur in Ausnahmefällen zu akademischen Ehren."

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Audio CD
Verlag: ORF
ISBN-13: 978-3901846809