Vita

Franz Schuh

Franz Schuh wurde am 15. März 1947 in Wien geboren, wo er auch Philosophie, Geschichte und Germanistik studierte und 1975 abschloss. Beeinflusst wurde sein Schreiben durch den „Schmäh“ des Lukas Resetarits, welchen er in dieser Zeit im Café Dobner traf. Bis 1980 war er Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung, dann Redakteur der Zeitschrift Wespennest und Leiter des literarischen und essayistischen Programms des Verlags Deuticke.

Franz Schuh zählt zu den bedeutendsten zeitkritischen Essayisten und Wissenschaftlern. Er unterrichtet unter anderem an der Universität für angewandte Kunst in Wien und schreibt regelmäßig in unterschiedlichen Zeitschriften und Zeitungen im deutschen Sprachraum. Breit bekannt ist auch seine Ö1-Kolumne über das Glück „Magazin des Glücks“.

Schuh schreibt seit mehr als zwei Jahrzehnten pointierte Essays, wobei einige von ihnen klassische Stücke ihrer Gattung geworden sind, etwa jenes über die Beschlagnahme des Romans "Holzfällen" von Thomas Bernhard ("Widersprüche beim Holzfällen oder Wie nichts zu nichts führt") oder "Über das Wienerische. Mythos und Literatur einer stolzen Eigenart".

Anlässlich seines 70. Geburtstags präsentierte der Autor im März 2017 sein neuestes Werk "Fortuna. Aus dem Magazin des Glücks". Bewusst rekurrierte er damit auf seine Ö1-Radiokolumne "Magazin des Glücks", der Kultstatus attestiert wurde.

Veröffentlichungen (Auswahl):

  • Fortuna. Aus dem Magazin des Glücks (Zsolnay, 2017).
  • Sämtliche Leidenschaften (Zsolnay, 2014).
  • Der Krückenkaktus - Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod (Zsolnay, 2011).
  • Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst (Zsolnay, 2008).
  • Hilfe! (Styria, 2007).
  • Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche (Zsolnay, 2006).
  • Schreibkräfte – Über Literatur Glück und Unglück (DuMont, 2000).
  • Der Stadtrat. Eine Idylle (Ritter, 1995).
  • Das phantasierte Exil. Essays (Ritter, 1991).
  • Liebe, Macht und Heiterkeit. Essays (Ritter, 1985).
  • Das Widersetzliche der Literatur. Kritische Kritiken (Protokolle, Jg. 1981, Band 4).
© Helmut Wimmer/ Zsolnay 2014