Dr. Erhard Busek

Konrad Paul Liessmann ist nicht nur ein kritischer Zeitgenosse, ein ausgezeichneter Lehrer und Erklärer im besten Sinn, sondern ist auch der Aufklärung im besten Sinn verpflichtet. Das brauchen wir heute, wo Nebelschwaden an Fundamentalismen, Nationalismen, primitiven Aggressionen, etc. über uns hinwegziehen. Die Gabe der Unterscheidung ist Liessmann zu eigen – und er vermittelt sie. Das Philosophicum Lech ist ein Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem „Zeitgeist“ – Liessmann sucht sie und vermeidet keine Auseinandersetzung, wo sie ihm notwendig erscheint! Das ist im Geist und Sinn von Paul Watzlawick.

 

Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt

Konrad Paul Liessmann steht mit seiner philosophisch-analytischen Arbeit stets auf der Seite der Kritik einfacher, populärer (populistischer) Wahrheiten. Seine Arbeit steht für die zeitgemäße Aufforderung, dem Kantschen Postulat des „sapere aude“, des Wissenswagnisses, zu folgen.
Liessmanns Arbeit ist im besten Sinn ein Impuls, Auseinandersetzung, Analyse und Kritik als lustvolles Spiel zu betrachten und dabei ein tätiger Philosoph, ein Freund des Wissens und der Weisheit zu sein.
Neben seinen Publikationen hat Liessmann das Projekt einer Philosophie als Aufgabe der Öffentlichkeit mit seinen Projekten Philosophicum Lech, Philosophische Praxis, „Philosophieren im Licht der Öffentlichkeit“ gefördert und unterstützt.

 

Univ.-Prof. DDr. Ulrich Körtner

Konrad Paul Liessmann ist ein Intellektueller im besten Sinne des Wortes, der sich nicht nur öffentlich in gesellschaftlichen Debatten zu Wort meldet, sondern selbst Themen setzt und Diskurse initiiert. Das Philosophicum Lech ist dafür das beste Beispiel. Ganz im Sinne der Idee, die hinter dem Watzlawick-Ehrenring steht, leistet Liessmann substantielle Beiträge zum Brückenschlag zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Seine Kritik der Wissensgesellschaft, die verwertbares Wissen mit Bildung verwechselt, steht ganz in der humanistischen Tradition, die sich mit dem Namen Watzlawicks verbindet. Dass Liesmann wie Watzlawick aus Villach stammt, ist darum vielleicht mehr als ein schöner Zufall.

 

Mag. Peter Nömaier, MA

Aus Watzlawicks Heimat stammend, hat Konrad Paul Liessmann die akademische Welt Österreichs nachhaltig geprägt und einen großen Beitrag zur Popularisierung der Geisteswissenschaften geleistet. Mit dem Philosophicum Lech bringt er Jahr für Jahr den zeitgemäßen philosophischen Diskurs ins Zentrum der medialen Aufmerksamkeit.

 

Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

Konrad Paul Liessmann ist ein Weltendeuter. Seine Basis dafür ist die Philosophie, sein Anliegen Bildung. Für den Meister der Kommunikation heißt Bildung verstehen; die komplexe Gegenwart ebenso, wie die Schönheit der Kunst. Von Aristoteles bis Robert Zimmermann, von Adorno bis Zaha Hadid spannt der Opernliebhaber den Bogen seiner Reflexion. Auf der Agora der „Mundwerksburschen“ nicht unumstritten, ist er bemüht, der Kraft des durchdachten Arguments Gehör zu verschaffen. Dafür zeugen seine Bücher, Essays, öffentlichen Vorträge und Interviews in den Medien.

 

DDr. Christoph Thun-Hohenstein

Mit Paul Watzlawick verbinden Konrad Paul Liessmann nicht nur der Geburtsort, sondern jedenfalls auch die Angriffslust und fundiert aufbereitete Provokation. Liessmann hat der Philosophie heute wieder ein öffentlichkeitswirksames Gesicht verliehen, dessen Regungen man teilen oder ablehnen kann; sich damit auseinanderzusetzen lohnt sich immer. Liessmann ist ein logischer Gewinner dieses Ehrenrings.