Vita

© Zsolnay / Heribert Corn

Konrad Paul Liessmann

Konrad Paul Liessmann wurde am 13. April 1953 in Villach geboren. Er ist ein österreichischer Philosoph, Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist. Er ist Universitätsprofessor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien. Liessmann ist Österreichs „Wissenschaftler des Jahres 2006“.

Konrad Paul Liessmann studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Wien, promovierte 1979 und habilitierte sich 10 Jahre später mit einer Arbeit zur Ästhetik Adornos.

Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche und essayistische Arbeiten zu Fragen der Ästhetik, Kunst- und Kulturphilosophie, Gesellschafts- und Medientheorie, Bildungsphilosophie sowie Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts.

Seit 1997 ist er der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech und Herausgeber der gleichnamigen Buchreihe im Zsolnay-Verlag. Von 2004 bis 2008 war Liessmann an der Universität Wien Studienprogrammleiter für Philosophie und Bildungswissenschaft, von 2008 bis 2012 Vizedekan dieser Fakultät. An der Universität Wien leitet er seit 2014 den Universitätslehrgang "Philosophische Praxis". Er ist Vizepräsident der Internationalen Gesellschaft für Bildung und Wissen und Gründungsmitglied und Obmann der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft.

Buchveröffentlichungen (Auswahl):
1994 Der Aufgang des Abendlandes. Eine Rekonstruktion Europas
1994 Über Nutzen und Nachteil des Vorlesens. Eine Vorlesung über die Vorlesung
1998 Die großen Philosophen und ihre Probleme
2000 Philosophie des verbotenen Wissens
2004 Spähtrupp im Niemandsland
2005 Ästhetik der Verführung
2006 Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft
2009 Schönheit
2010 Das Universum der Dinge: Zur Ästhetik des Alltäglichen.
2012 Lob der Grenze: Kritik der politischen Unterscheidungskraft.
2013 Philosophie der modernen Kunst
2014 Geisterstunde: Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift.