Ein Bekenntnis zum Gespräch und zum Dialog

Die Ärztekammer für Wien und der Paul Watzlawick-Ehrenring

Für die Ärztekammer für Wien ist der „Paul Watzlawick-Ehrenring“ mehr als eine Hommage an den großen österreichischen Wissenschafter und Thera­peuten. Es ist Appell an die eigenen Mitglieder, das aktive und konstruktive Gespräch mit den PatientInnen zu suchen, den Dialog und den Diskurs in den Mittelpunkt zu stellen. 

„Das Verständnis für das Gegenüber, die Empathie für die Situation des Patienten, das Eingehen auf Gesten und nonverbale Zeichen ist die Voraussetzung für Diagnose und Therapie. Nur wer zuhört und sich in die Lage des anderen versetzt, ist ein guter Arzt im hippokratischen, humanistischen Sinne“, so Kurator Dr. Walter Dorner, bis 2012 Präsident der Ärztekammer für Wien. 

Bekenntnis zu einem neuen Selbstverständnis des Arztes

Der Paul Watzlawick-Ehrenring ist ein aufrichtiges und nachhaltiges Bekenntnis zu einem dynamisch, sich permanent in Frage stellenden Selbstverständnis des Arztes. „Paul Watzlawick hat exemplarisch – und in seinen erfolgreichen Büchern auch leicht verständlich – dargelegt, worum es in der zwischenmenschlichen Kommunikation geht, welche Missver­ständnisse und Asynchronitäten es geben kann und mit welchen Methoden man ihnen begegnet. In diesem Sinne ist er auch Vorbild für unsere tägliche Praxis“, so Dr. Dorner.

Brückenschlag zwischen den Disziplinen

Darüber hinaus versteht sich die Initiative der Ärztekammer für Wien auch als Bekenntnis des Brückenschlages zwischen Natur- und Geisteswissen­schaften: als Absage an Spartendenken und Separatismen, als Anerkennung der großen Leistungen, die österreichische Wissenschafter geleistet haben.