Wege und Umwege zum Glück

Paul Watzlawick-Ehrenring der Ärztekammer für Wien: RadioKulturhaus des ORF

Am 23.05. erhält Franz Schuh den Paul Watzlawick-Ehrenring der Ärztekammer für Wien für sein essayistisches, philosophisches Gesamtwerk. Von Franz Schuh ist in den vergangenen Wochen der Band „Fortuna“ erschienen, der viel positives Echo erhielt.

„Mit Franz Schuh zeichnen wir einen profiliertesten Intellektuellen, Schriftsteller und Essayisten im Lande aus. Es ist für die Ärztekammer für Wien eine große Ehre, Herrn Schuh im Namen der Jury den Ring zu überreichen“, so Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer und Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, der als Kuratoriumsvorsitzender auch die Laudatio auf den Preisträger hält. Die Veranstaltung im Radiokulturhaus trägt den Titel „Wege und Umwege zum Glück“ und steht unter folgendem Zitat von Franz Schuh:

„Die Philosophie war immer schon ‚menschliche Kommunikation‘, und sie war Darstellung und Analyse der menschlichen Kommunikation. Eine Darstellungsform der menschlichen Kommunikation ist die ‚Dialektik‘. Sie beruht darauf, dass Erfahrungen, die Menschen von sich und der Welt machen, nicht nur nicht eindeutig, sondern dass sie widersprüchlich sind und oft genug das Gegenteil von dem bringen, was am Anfang festzustehen schien. Aber in der Dialektik war die Utopie einer Einigung enthalten, einer ‚Synthese‘. Watzlawick und andere, vor allem aber Ronald Laing haben gezeigt, dass Kommunikation auch Fallen bereithält, heillos verwickelte Beziehungen, die sich allein in ‚Knoten‘ darstellen lassen.“

Franz Schuh unterrichtet unter anderem an der Universität für angewandte Kunst in Wien und schreibt regelmäßig in unterschiedlichen Zeitschriften und Zeitungen im deutschen Sprachraum. Breit bekannt ist auch seine Ö1-Kolumne über das Glück „Magazin des Glücks“. Franz Schuh wurde am 15. März 1947 in Wien geboren, wo er auch Philosophie, Geschichte und Germanistik studierte und 1975 abschloss. Beeinflusst wurde sein Schreiben durch den „Schmäh“ des Lukas Resetarits, welchen er in dieser Zeit im Café Dobner traf. Bis 1980 war er Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung, dann Redakteur der Zeitschrift Wespennest und Leiter des literarischen und essayistischen Programms des Verlags Deuticke.

Von Franz Schuh sind bislang folgende Publikationen erschienen:

  • Das Widersetzliche der Literatur. Kritische Kritiken (Protokolle, Jg. 1981, Band 4).
  • Liebe, Macht und Heiterkeit. Essays, Klagenfurt, 1985.
  • Das phantasierte Exil. Essays, Ritter Verlag, Klagenfurt, 1991.
  • Der Stadtrat. Eine Idylle, Ritter Verlag, Klagenfurt, 1995.
  • Schreibkräfte – Über Literatur Glück und Unglück. DuMont Verlag, Köln, 2000.
  • Die toten Seelen in Österreich und anderswo in: Schweeger, Elisabeth & Witt, Eberhard (Hgg.): Ach Deutschland! Bellville Verlag, München 2000.
  • Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche, Zsolnay Verlag, Wien 2006.
  • Hilfe!, Styria Verlag, Wien 2007.
  • Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst. Zsolnay Verlag, Wien 2008.
  • Der Krückenkaktus - Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod, Zsolnay Verlag, Wien 2011.
  • Sämtliche Leidenschaften, Zsolnay Verlag, Wien 2014.
  • Die Kunst des Zwitscherns. Frühjahrsvorlesungen 2012 an der Akademie Graz. Gemeinsam mit Helwig Brunner und Kathrin Passig. St. Pölten, Salzburg, Wien: Residenz im Niederösterreichischen Pressehaus, 2012.
  • Fortuna. Aus dem Magazin des Glücks, Zsolnay Verlag, Wien 2017.

Der Paul Waltzlawick-Ehrenring, eine Kreation der Meisterklasse Paolo Piva von der Hochschule für angewandte Kunst, erinnert at die Möbiusschleife. Er ist aus hochkarätigem Gold und steht symbolich für das „nie aufhörende wache Denken“.

Die Preisträger der vergangenen Jahre waren Peter L.Berger (2008), Aleida Assmann (2009), Rüdiger Safranski (2010), Friedrich Achleitner (2011), Walter Thirring † (2013), Ruth Klüger (2015) und Konrad Paul Liessmann (2016).


Facts:

Wann:

Dienstag, 23. Mai 2017, 19 Uhr

Wo:

ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal
Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
 
Die Veranstaltung kann via Video-Livestream im Internet verfolgt werden. Außerdem wird sie am 12. Juni 2017 um ca. 23:10 auf OFR III ausgestrahlt.
 
 
© Helmut Wimmer/ Zsolnay 2014
© Helmut Wimmer/ Zsolnay 2014

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