Publikationen (Auswahl)

Fortuna: Aus dem Magazin des Glücks
„Ich schreibe über das Glück“, schreibt Franz Schuh, „erstens weil ich Glück hatte, und zwar so viel, dass ich damit dem unvermeidlichen Unheil trotzen kann. Zweitens weil ich den Eindruck habe, dass das Glücksstreben alle Menschen gemeinsam haben, dass aber das Glück die Menschen auch voneinander trennt, weil nicht alle, wahrscheinlich nur die wenigsten Menschen halbwegs glücklich sind.“ Im Wort „Glück“ fließt vieles von dem ineinander, was man von der menschlichen Existenz wissen kann und vielleicht sogar wissen sollte. Von der Ablehnung des Wortes bis zu seiner spekulativen Ausbeutung und zur endgültigen Banalisierung reicht die Bandbreite dieser Betrachtungen zur Philosophie des Glücks.

Pressestimmen
„Nichts ist ihm zu abgelegen, um es nicht in parodistischer Absicht aufzuspiessen, nichts zu naheliegend und abgedroschen, um es nicht trotzdem zu erwähnen, wenn es nur ein wenig Glück und Linderung verspricht.“ Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 31.01.17

„Aphoristisch zugespitzt und mit analytisch scharfem Blick perfektioniert Franz Schuh einmal mehr die schöne Kunst der Assoziation - von Oliver Hardy und Udo Jürgens wechselt er mühelos über zu Hegel, Kant und Sigmund Freud." Kristina Pfoser, Ö1, 13.02.17

Details
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Paul Zsolnay Verlag (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3552058206
ISBN-13: 978-3552058200

 

 

Sämtliche Leidenschaften 2014
"Ich will hier nur eines erzählen, nämlich wie ich Lili, die mich natürlich auch verlassen hat, eines Tages kennenlernte." Der Erzähler – er heißt wie der Autor Franz Schuh – ist Mitte sechzig, ein Künstler in Wien, der eher schlecht als recht von seiner Kunst leben kann. Deshalb verdingt er sich als Frühstückskoch im Café Formanek. Als er eines Morgens aus dem Haus stürzt, gerät er unversehens in eine große Menschenmenge, zwischen Polizeiautos und -sirenen – die Dreharbeiten zu einer "Tatort"-Folge. Aus dieser Situation rettet ihn die Filmstudentin Lili Fichte. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, bei ihm wohl mehr.

Pressestimmen
"Dies alles ist mit einer Erzählkunst dargestellt, die wirkt, als wäre ihr eine 3-D-Brille eingebaut, und die den Leser auch in das Unspektakulärste hineinzieht wie in ein bedenkeswertes Ereignis. Dies ist eine Prosa des Bedenkens, in der das Leben erst in der Reflexion entsteht." Helmut Schödel, Süddeutsche Zeitung, 04.02.15

"Da ist es wieder, das Schuhsche Paradigma: Dieser Mann kann von den intimsten Dingen reden und dabei eine selbstironische, ins leicht Unterkühlte hinüberspielende Distanziertheit wahren. Aber darunter lodert ein Feuer: das Feuer brennenden Erkenntnisdursts und eines überschießenden intellektuellen Spieltriebs." Günter Kaindlstorfer, Deutschlandfunk, 23.9.2014

Details
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Paul Zsolnay Verlag (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3552056947
ISBN-13: 978-3552056947

 

 

Krückenkaktus - Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod 2011
Eine große Liebeserklärung an die Literatur ist das neue Buch des Essayisten und Schriftstellers Franz Schuh aus Österreich. Unabhängig von Moden und Genres stehen darin Erzählungen neben Essays und Gedichten, die der Frage des moralischen Urteilens und der Frage, was „gut“ ist, nachgehen. In einem Essay über Thomas Mann und Robert Musil werden beispielsweise Größenverhältnisse thematisiert. Schuh hat den „Krückenkaktus“ im Wiener Allgemeinen Krankenhaus gesehen. Er wurde ihm zum Symbol für die praktische Veranlagung von Menschen, fand aber ebenso Parallelen zu seiner eigenen Arbeit. Schuh, einer der luzidesten Denker der Gegenwart, erzählt von großen Geistern, kleinen Beobachtungen und ewigen Themen.

Pressestimmen
"Leichterhand entfaltet Schuh beim Denken und Schreiben selbst über so periphere Dinge wie ein Knie ein Gespür für die großen, ebenjene über die Liebe, die Kunst und den Tod. (…) Überhaupt ist es die Behauptung von Größe und kultureller Deutungshoheit, die Schuh immer wieder umzutreiben scheint. Was indes nicht bedeutet, dass seine Texte, zumal die Gedichte, nicht mit einer zarten Ironie und zuweilen von einem wunderbar albernen Sprachwitz durchzogen sind, mit denen er unversehens alles, auch die eigene Bedeutungshuberei unterläuft." Wiebke Porombka, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8.10.2011

"Ein Glanzstück erzählerischer Dynamik. Ein Buch voll aufregender intellektueller Unruhe." Klaus Zeyringer, Der Standard, 21.01.2012

Details
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Paul Zsolnay Verlag (29. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3552055495
ISBN-13: 978-3552055490

 

 

Memoiren: Ein Interview gegen mich selbst, 2008
Franz Schuh ist Wiener und Philosoph, und seit er 2006 für sein Buch "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche" den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten hat, wird er zusehends auch außerhalb von Österreich bekannt. Für sein neues Buch spielt Franz Schuh auf spezielle Weise mit der Form des Interviews: Fragen nimmt er so, als ob er sie selbst gestellt, Antworten so, als ob ein Fremder sie gegeben hätte - und dann wieder umgekehrt. Daraus entwickelt er "Memoiren" eines 1947 Geborenen: Aufwachsen im Wiener Gemeindebau, Ende der Nachkriegsanarchie, Gymnasium, eine von "Swinging London" geprägte Aufbruchsstimmung ... Als dramaturgisches Mittel beim Interview fungiert dabei ein immer wieder defektes Aufnahmegerät.

Pressestimmen
"So nimmt er uns mit auf seine faszinierenden Denkwege und lässt uns ungeniert zuschauen und mitdenken. Dass wir dabei auch einiges über ihn selbst erfahren, liegt in der Eigenart seines Nachdenkens, aus dem er sich selbst nie ausklammert." Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 19.05.08

"Bücher, die einem das Gefühl geben, Denken sei eines der größten Abenteuer, das man erleben könne, sind leider rar. Die Essays von Franz Schuh gehören eindeutig in diese Gattung. (...) Der Autor interviewt sich selbst. Ein frischer Zugang und eine spannende Fiktion: als könne man jemandem beim spontanen Denken zuschauen. (...) Man wünscht sich nach Lektüre dieser "Memoiren" nur noch eines: Eigentlich sollte Schuh jedes Jahr einen Erinnerungsband herausbringen." Profil, 10.03.08

Details
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Paul Zsolnay Verlag (08. März 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3552054332
ISBN-13: 978-3552054332

 

 

Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche 2006
Ein Werk, in dem Nebensachen Hauptsachen sind.

Franz Schuh ist Essayist, Philosoph und glänzender Interpret eigener Texte. Er gehört zu den wichtigsten österreichischen Schriftstellern. ›Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche‹ bezeichnet er als sein Hauptwerk - es besteht aus einem bunten Gemisch von Selbstgesprächen, Erzählungen, Notaten und dokumentarischen Skizzen, von echten und fingierten Bekenntnissen, von phantasierten Visionen und skurrilen bis rührenden Reflexionen über Liebe, Glück und Sinnlosigkeit. Franz Schuhs Aufzeichnungen sind euphorisch-melancholische Grenzgänge, die das Durcheinander der Welt nicht beseitigen, sondern ihm auf einzigartige Weise Glanz verleihen.

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.

Pressestimmen
"Franz Schuh ist ein trefflicher und gewitzter Beobachter. ... Franz Schuh hat nämlich ein glänzendes Buch veröffentlicht. In ihm geben sich dialektische Intelligenz und ernüchterte Poesie, Witz und Sprachverstand ein Stelldichein. Das Ergebnis: reines Lesevergnügen auf einem Niveau, für das sich niemand zu genieren braucht. Stets fordert es uns, ohne - die Höflichkeit des Autors - uns je zu überfordern." Ulrich Weinzierl, Die Welt, 11.03.06

"Der Essayist Franz Schuh erhält den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 für seine Sammlung von Texten, die alle Bereiche der menschlichen Existenz durchleuchten und oft in äußerst verknappter Form Reflexionen über Liebe, Glück und Vergeblichkeit alles menschlichen Strebens in verblüffende Zusammenhänge stellt. Die unterschiedlichen Formen seines philosophischen Nachdenkens machen die Texte zu sprachlichen Kostbarkeiten, die eine große Linie dieses Genres von Kafka bis Polgar in das 21. Jahrhundert hinüberretten." Begründung der Jury zum Preis der Leipziger Buchmesse 2006

Details
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Paul Zsolnay Verlag (04. März 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-552-05370-0